Projekt "Meet-a-Jew"
„Jede Bekanntschaft, jede sympathische Begegnung ist ein Gewinn.“ (R. Huch)
Bereits zum zweiten Mal durften wir an der JRSN das Projekt Meet-a-jew abhalten. Bei diesem kommen zwei junge jüdische Personen in eine Schülergruppe und stehen dieser Rede und Antwort.
Bereits zu Beginn war klar, dass Jonathan und Jakob – beide selbst noch Schüler – die Klasse für sich gewinnen können. Die JRSN-Schülerinnen und Schüler, die sich aus den 9. Klassen der Fächer Ethik, Kath. und Ev. Religionslehre bildeten, waren überaus interessiert. Dies wurde an der großen Zahl an Fragen deutlich, die sie stellten.
Einige waren beispielsweise: Wie fastet ihr? Wie oft betet ihr? Wurdet ihr bereits persönlich beleidigt oder attackiert? Besonders bedenklich war, dass beide Juden sich nicht trauen würden, öffentlich in Stuttgart mit Kippa bekleidet durch die Stadt zu laufen. Sie würden sich immer weniger sicher in Deutschland fühlen; dies sollte uns alle beunruhigen – gerade wegen der historischen Verantwortung gegenüber den in Deutschland lebenden Jüdinnen und Juden.
Abgerundet wurde die Doppelstunde durch die Betonung der Gemeinsamkeiten zwischen den drei abrahamitischen Religionsgemeinschaften. Jakob und Jonathan sagten zum Schluss, dass sie gerne wieder an der JRSN zurückkehren würden, um wieder vor unseren Schülerinnen und Schülern zu sprechen.
Markus Lederer
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